Bruttonationalglück

Bhutan schafft auf einzigartige und beeindruckende Art eine Balance zu halten zwischen Modernisierung und jahrhundertealter Kultur und Tradition, basierend auf der Leitphilosophie des „Bruttonationalglück“. Die Steigerung des Bruttonationalglücks ist in der Verfassung verankert und steht auf 4 Säulen: nachhaltiges und faires Wirtschafts- und Entwicklungswachstum, Erhalt und Förderung des kulturellen Erbes, Erhaltung und Schutz der Umwelt sowie eine gute Regierungsführung.

Seine Majestät, König Jigme Singye Wangchuck, führte das Bruttonationalglück 1998 ein, denn er erkannte, dass wirtschaftlicher Erfolg nicht automatisch zu einer zufriedenen und glücklichen Gesellschaft führt. Dieses Entwicklungsverständnis, das seine tieferen Wurzeln auch im Buddhismus hat, zielt im Gegensatz zu westlichen, kapitalistischen Wirtschaftsmodellen nicht nur auf eine Profitmaxime ab, sondern vor allem auf die Gesamtzufriedenheit des Volkes und den Einklang zwischen Mensch und Umwelt. Somit wird jeder Bürger befragt, um herauszufinden was den Menschen wichtig ist und wo sie Entwicklungsbedarf sehen. Alle Gesetzesvorhaben werden von der Bruttonationalglücks-Kommission auf ihre Vereinbarkeit mit dem Konzept des Bruttonationalglücks geprüft.